Abendmahl


Ursprung

Das Abendmahl, bzw. Gedächtnismahl, geht auf das letzte Mahl zurück, das Jesus am Vorabend seines Todes mit den Aposteln einnahm.
Er war mit seinen Jüngern zusammen gekommen um das Passah-Fest zu feiern. Ein von Gott angeordnetes Fest, dass die Juden jährlich feiern sollten (2.Mose 12:14). Dabei gedachten sie des Auszugs ihrer Vorväter aus Ägypten am 14. Nisan 1513 v. Chr.

In Matthäus Kapitel 26 heißt es über das Abendmahl:

26 Während sie weiteraßen, nahm Jesus ein Brot, und nachdem er ein Gebet gesprochen hatte, brach er es, gab es den Jüngern und sagte: „Nehmt und esst. Dies ist mein Leib

27 Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.

29 Doch ich sage euch: Von jetzt an werde ich auf keinen Fall mehr von diesem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich es neu mit euch im Königreich meines Vaters trinken werde.“

So wie bisher das Passahfest, so sollten sie jetzt dieses Abendmahl jährlich feiern. Das Gebot finden wir im Parallelbericht in Lukas 22:19,20 „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“.


Symbole

Die verwendeten Symbole.


Brot - der Leib Christi - Leben

26 Während sie weiteraßen, nahm Jesus ein Brot, und nachdem er ein Gebet gesprochen hatte, brach er es, gab es den Jüngern und sagte: „Nehmt und esst. Dies ist mein Leib

Beim Passahfest wurde ein Lamm geschlachtet. Das ganze Volk sollte vor dem Auszug aus Ägypten ein fehlerloses, männliches und einjähriges Lamm schlachten und sein Fleisch noch in derselben Nacht essen (2.Mo 12:6). Gemäß Johannes 1:29, Offenbarung 5:9, Offenbarung 14:1 ist Jesus „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“

Unter dem Gesetzesbund, den Gott nach dem Auszug aus Ägypten mit den Israeliten schloss, musste das Volk Tieropfer darbringen, um Frieden mit Gott zu haben. Jesus würde ein ungleich kostbareres Opfer darbringen, nämlich seinen Leib, sich selbst.

in Matthäus 20:28 sagt Jesus selbst, dass er [der Menschensohn] gekommen sei, um zu dienen und sein Leben als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben. Obwohl Jesus wusste, was ihn in Jerusalem erwarten würde, ging er dorthin, ließ sich misshandeln, verurteilen und grausam töten. Wieso war das nötig und möglich?

Römer 5:12 sagt, dass „durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat“.
Die ersten Menschen verloren durch ihren Ungehorsam die Aussicht auf ewiges Leben. Sie wurden alt, krank und starben schließlich. Die Folgen ihres Ungehorsams erbten ihre Nachkommen.

Doch kann Jesus uns vom Tod befreien. Römer 5:18 „Wie es also durch eine Verfehlung zur Verurteilung aller Menschen kam, so kommt es durch einen Akt der Rechtfertigung zur Gerechtsprechung aller Menschen zum Leben“.

Ein vollkommener Mensch (Adam) verkaufte durch seine Sünde sich und seine Nachkommen in die Sklaverei der Sünde [und des Todes]. Die göttliche Gerechtigkeit erforderte jetzt einen vollkommenen, sündenlosen Menschen. Nur ein solcher könnte den Preis bezahlen, um die Menschheit zurückzukaufen, d.h. vom Tod zu erlösen. Jesus konnte, durch sein vollkommenes Opfer, den entsprechenden Preis bezahlen, um die Menschheit vom Tod zu befreien.


Wein – Jesu Blut - Sündenvergebung

Matthäus 26:27Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird“.
In dem Becher befand sich Rotwein, der Jesu Blut darstellt.

Beim Auszug aus Ägypten musste das Blut des Lammes an die Türpfosten der Häuser gestrichen werden. Der Engel des Todes würde dann an ihren Häusern vorübergehen (2.Mose 12:21-23). Daher der Name Passah, was „vorübergehen“ bedeutet.

Im Gesetzesbund diente das Blut der Opfertiere zur Vergebung der Sünden. Allerdings mussten diese Tieropfer jedes Jahr dargebracht werden. Jesus vergoss bei seinem Tod am Kreuz sein viel kostbareres Blut. Dadurch kann er uns von der Sünde befreien. Wir stehen dann in einem gerechten Stand vor Gott.

Römer 5:19 Denn so, wie durch den Ungehorsam eines Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen viele zu Gerechten gemacht werden.
Während der erste Mensch (Adam) in der Prüfung versagte und die Sünde in die Welt brachte, bestand Jesus die Prüfung (Tod am Kreuz) und kann die Menschheit von der Sünde befreien.


Becher

1.Becher - symbolisiert den Neuen Bund

Lukas 22:20 Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den Neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird“.

Dieser Neue Bund wird in Jeremia, Kapitel 31 angekündigt:
31 „Seht! Es kommen Tage“, erklärt Jehova, „da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen.
32 Er wird nicht wie der Bund sein, den ich mit ihren Vorfahren schloss an dem Tag, an dem ich ihre Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen — wie ‚mein Bund, den sie brachen, obwohl ich ihr wahrer Herr* war‘, erklärt Jehova.“ 33 „Denn das ist der Bund, den ich nach jenen Tagen mit dem Haus Israel schließen werde“, erklärt Jehova. „Ich werde mein Gesetz in sie hineinlegen und in ihr Herz schreiben. Ich werde ihr Gott werden und sie mein Volk.“ 34 „Es wird nicht mehr so sein, dass jeder seinen Mitmenschen und seinen Bruder lehrt und sagt: Erkennet Jehova!‘, weil sie mich alle erkennen werden, vom Kleinsten bis zum Größten“, erklärt Jehova. „Denn ich werde ihr Vergehen vergeben und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.

A.     Haus Israel = Israel Gottes

Das Haus Israel steht zusammen mit dem Haus Juda für das Volk Gottes, das aus dem Zehnstämmereich im Norden und dem Zweistämmereich im Süden bestand. Israel ist aber mit Jesus durch ein sinnbildliches Israel, das Israel Gottes ersetzt worden.
Gal 6:15,16 „Denn weder Beschneidung ist etwas noch Unbeschnittenheit, sondern eine neue Schöpfung. 16 Und alle, die nach dieser Regel des Benehmens ordentlich wandeln werden, über sie komme Frieden und Barmherzigkeit, ja über das Israel Gottes“. Bei diesem Israel kommt es also nicht mehr auf die Abstammung und Beschneidung an.

Zu diesem Israel Gottes zählen die 144.000 (kleine Herde), aber auch die übrigen Christen (die anderen Schafe) zählen zum Volk Gottes (Sie sind eine Herde unter einem Hirten, Johannes 10:16).

Die Ausrichtung ist bei beiden Gruppen unterschiedlich. Die einen dürfen hoffen zu Jesus in das himmlische Königreich zu kommen, die anderen auf einer paradiesischen Erde zu leben. Wer in den Neuen Bund aufgenommen worden ist, gehört zur weltweiten Christenversammlung.

B.      Ich werde mein Gesetz in sie hineinlegen und in ihr Herz schreiben.

Den Israeliten wurde das Gesetz auf Tafeln (Die 10 Gebote) übermittelt. Außerdem beinhaltete das Gesetz handschriftliche Urkunden, die aus vielen Verordnungen bestanden.
In Zukunft würde Gott seine Anforderungen in die Herzen der Menschen schreiben und in ihren Sinn legen. Jesus war darauf aus, das Herz der Menschen anzusprechen und ihnen wichtige Wahrheiten durch Bilder, Vergleiche und Gleichnisse einzuprägen. Wer in den Neuen Bund aufgenommen worden ist, verinnerlicht das Gesetz des Christus (Gal 6:2). Er lässt sich in seinem Leben von Gottes Geboten und Grundsätzen leiten.

C.      Ich werde ihr Gott werden und sie mein Volk.

Früher waren die Israeliten schon bei Geburt Angehörige des Volkes Gottes. Jetzt müsste sich jeder persönlich darum bemühen. Gott würde dann sein, bzw. ihr Gott werden und würde die Person zu seinem Volk zählen. Der Neue Bund ist ein Bund zwischen Gott und einem Einzelnen, der allen offensteht. Wer in den Neuen Bund aufgenommen worden ist, anerkennt Gott als den Vater, und Jesus als Herrn. Gott wiederum anerkennt ihn als Angehöriger seines Volkes, als sein Eigentum.

D.     Ich werde ihrer Sünde nicht mehr gedenken

Gott vergibt auf Grundlage des Opfers Jesus die Sünden vollständig und endgültig. Davor mussten die Israeliten Jahr für Jahr Tieropfer darbringen, was die Sünden zwar zudeckte, aber nicht völlig auslöschen konnte. Hebräer 10:3, 4 „Im Gegenteil, durch diese Schlachtopfer wird Jahr für Jahr an Sünden erinnert, 4 denn es ist unmöglich, dass das Blut von Stieren und von Ziegenböcken Sünden wegnimmt“. Wer in den Neuen Bund aufgenommen ist, glaubt zurecht an die Vergebung seiner Sünden.


2.Becher - symbolisiert den Königreichsbund

Königreichsbund

Lukas 22:28 „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben, 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten“. Dabei stehen die "zwölf Stämme Israels" für die Erde. Als zukünftiger König des Königreich Gottes konnte Jesus seine treuen Apostel in den Königreichsbund aufnehmen. Wenn auch, wie Jesus in Matthäus 20:20-23 einräumte, die Plätze im Königreich zu seiner Rechten und zu seiner Linken zu vergeben, letztlich Gott vorbehalten ist. Jesus weist in Johannes 14:2 darauf hin, dass es „im Hause seines Vaters viele Wohnungen gibt“. Tatsächlich sind es gemäß Offenbarung 7:4 und Off 14:1,3 schließlich 144.000, die mit Jesus die 1000 Jahre regieren werden (Offenbarung 20:4,6). Jesus würde ihnen den Weg bereiten.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Schriftstelle ein paar Verse vorher.
(Lukas 22:17, 18) 17 Und er nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: „Nehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; 18 denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht wieder von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken, bis das Königreich Gottes gekommen ist“. Diese Schriftstelle steht noch vor dem eigentlichen Abendmahl, ist aber zeitlich unmittelbar nach Lukas 22:30 einzuordnen. Denn beide Stellen beziehen sich auf das Königreich. Die komplette Passage lautet dann:
28 Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. (Lukas 22:17, 18) 17 Und er nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: „Nehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; 18 denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht wieder von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken, bis das Königreich Gottes gekommen ist.“
Jesus ließ also auch bei dieser Gelegenheit einen Becher herumgehen. Wieso? Zum einen repräsentierte der 1. Becher einen Bund, nämlich den Neuen, deshalb ist es naheliegend, dass der zweite Bund ebenfalls von einem Becher repräsentiert wird. Aus dem ersten Becher sollten alle Apostel trinken, denn alle sind in den Neuen Bund aufgenommen, vom zweiten sollten die trinken, die in den Prüfungen mit Jesus durchgehalten hatten und für das Königreich der Himmel berufen waren.
Während der erste Becher für den Neuen Bund steht, steht der zweite Becher für den Königreichsbund. In den ersten Bund sind alle wiedergeborene Christen aufgenommen, unabhängig von ihrer Hoffnung, für immer im Himmel oder auf der Erde leben zu dürfen. In den zweiten Bund kommen nur die vom Geist Berufen.

Jesu Blut erfüllt noch einen zweiten Zweck. Erst durch Jesu Blut wird der Bund rechtskräftig. In Hebräer 9:15-18 lesen wir: 15“ Darum ist er also Mittler eines neuen Bundes, damit die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen könnten, weil zu [ihrer] Befreiung durch Lösegeld von den Übertretungen unter dem früheren Bund ein Tod eingetreten ist. 16 Denn wo es einen Bund gibt, da muss der Tod des Bundesschließers beigebracht werden. 17 Denn ein Bund ist über Toten rechtskräftig, da er zu keiner Zeit in Kraft ist, solange der Bundesschließer lebt. 18 Demzufolge wurde auch der frühere [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht“.
Beide Bündnisse werden durch Jesu Blut rechtskräftig. Aber nur beim Neuen Bund dient Jesu Blut der Sündenvergebung.

Wie weiß jemand, ob er in diesen Bund aufgenommen worden ist?
Römer 8:16 Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. 17 Wenn wir also Kinder sind, sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes, doch Miterben mit Christus, vorausgesetzt, dass wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.
Er erhält von Gottes Heiligem Geist die Bestätigung, dass er zum Königreich der Himmel berufen ist.  Letztendlich ist also eine Sache zwischen Gott und dem Einzelnen.
Aber egal, ob jemand eine himmlische oder eine irdische Hoffnung hat, ein Erbe steht beiden Gruppen in Aussicht. Die Mildgesinnten werden die Erde erben. (Matthäus 5:5).  Sei es ein Platz im Königreich der Himmel oder ein Platz im irdischen Bereich des Reiches Gottes.

Welche Erwartungen richtet Gott denn an die zum Königreich der Himmel Berufenen? Auf jeden Fall muss jemand wiedergeboren sein.


Wiedergeburt

Jesus sprach in Johannes Kapitel 3 über die Wiedergeburt.

3 Jesus erwiderte: Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er Gottes Königreich nicht sehen.“ 5 Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in Gottes Königreich eingehen. 6 Was aus dem Fleisch geboren worden ist, ist Fleisch, was vom Geist geboren wurde, ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich zu dir gesagt habe: Ihr müsst wiedergeboren werden.
8 Der Wind weht, wo er will, und du kannst ihn rauschen hören, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit jedem, der vom Geist geboren worden ist.“

aus Wasser geboren

Jesus selbst wurde getauft. Er stellte sich öffentlich dar, um fortan für den Willen Gottes zu leben.
Jesus gebot auch ... macht ... Jünger, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matthäus 28:19).

Die christliche Taufe setzt ein Verständnis des Wortes Gottes voraus und die Entschlossenheit zukünftig den Willen Gottes zu tun.

Jemand, der sich taufen lässt stirbt hinsichtlich seines früheren Lebens. Fortan lebt er für Gott und bemüht sich die alte Persönlichkeit abzustreifen und die neue Persönlichkeit anzuziehen (Kolosser 3:10). Er gehört durch die Wassertaufe formal zur Christenversammlung, zum Volk Gottes.

aus Geist geboren

Aber Wasser allein - die Wassertaufe - genügt nicht. Wer Gottes Anerkennung haben möchte, muss, gemäß den Worten Jesu, auch "aus Geist" oder "von oben" geboren werden. Jesus empfing bei seiner Taufe auch den Heiligen Geist, der wie eine Taube auf ihn herabkam. So bestätigte Gott Jesus als seinen Sohn (Matthäus 3:16,17). Wer heute Gottes Geist empfängt, ist bereit sich in Zukunft im Leben von Gottes Geist leiten zu lassen. Der Geist Gottes wirkt vor allem durch Gottes Wort. Er formt das Denken und Handeln und hilft die Früchte des Geistes hervorzubringen. Galater 5:22,23.

Wer aus Geist geboren ist, strebt fortan nach einem Leben in der von Gott verheißenen neuen Welt. Der Heilige Geist schult und befähigt sie dazu. Das gilt für alle Christen. Dabei kann der Geist Gottes bei einzelnen Auserwählten noch mehr bewirken.


Teilnehmer

Es geht beim Gedächtnismahl primär darum an Jesus‘ Opfer zu erinnern und vor der Welt zu bezeugen, und dass Jesus für uns - für mich - gestorben ist und wiederkommen wird (1.Korinther 11:23, 26)  Es ist vor allem wichtig an Jesus, als den von Gott gesandten Messias und Retter zu glauben, und dass Vergebung und Leben eine Gabe Gottes sind. Johannes 3:16,17 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Römer 6:23 „Der Lohn, den die Sünde zahlt ist der Tod, die Gabe, die Gott gibt, ist ewiges Leben“.

Genügt denn der Glaube oder muss jemand in dem Neuen Bund stehen?
Wer überzeugt ist, dass Jesu Opfer das ewige Leben ermöglicht und dass durch sein vergossenes Blut die Vergebung der Sünden möglich ist, kann grundsätzlich an der Feier teilnehmen und von den Symbolen Brot und Wein nehmen.
Ist man dadurch bereits in den Neuen Bund aufgenommen? Es ist ein erster Schritt, aber es ist weiter wichtig, sich mit dem Wort Gottes zu beschäftigen und es in sein Herz dringen zu lassen und wiedergeboren zu werden.
Mitunter wird die Teilnahme an dem Abendmahl auf diejenigen beschränkt, die in dem Neuen Bund stehen, auf Gott hingegebene, aktive, getaufte Christen. Sie haben wahre Gemeinschaft miteinander und geben deshalb den Becher untereinander weiter. Aber wer kann schon beurteilen, ob jemand von Herzen glaubt und nach seiner Taufe gemäß Gottes Gerechtigkeit lebt? Man muss bestimmt nicht irgendeiner Kirche angehören.

Und wie ist es mit dem 2.Becher, der für den Königreichsbund steht? Wer aus diesem Becher trinkt, ist überzeugt davon, von Gott zu seinem himmlischen Königreich berufen zu sein. Und er wird entsprechende Taten vollbracht haben. 1. Petrus 2:9 heißt es „Ihr aber seid „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk als besonderer Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten dessen weit und breit verkündet“, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“.


Ablauf

Nach einer Ansprache und jeweils einem kurzen Gebet sollte den Anwesenden zunächst das Brot, dann der 1.Becher und danach ggf. der 2. Becher gereicht werden.
Statt einem großen Brot und einem großen Becher von dem alle nehmen, können auch Brotstückchen und kleine Trinkbecher verwendet werden. Statt Wein kann besonders beim 1.Becher auch roter Traubensaft verwendet werden. Dabei sollten die Symbole weitergereicht werden, um die Verbundenheit auszudrücken.


Folge

In jedem Fall ist es gut weiter dazuzulernen, den eigenen Glauben zu stärken und Fortschritte zu machen.
"Die Liebe des Christus treibt uns an. Er ist für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie starb“. (2.Korinther 5:14,15).
Paulus fühlte sich aus Dankbarkeit angespornt für den zu leben, der für ihn gestorben war. Wer mit Jesus zusammen regieren will, der sollte Gottes Königreich und seine Gerechtigkeit an die erste Stelle setzen (Matthäus 6:33). Selbst wenn dies manchmal sehr herausfordernd sein kann. „In der Tat, zu diesem Lauf wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt“ (1.Petrus 2:21). Wer Jesus völlig nachfolgen will, der muss sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen (Matthäus 16:24). Für alle Christen gilt: Wenn wir im Leben darauf aus sind, die Welt zu gewinnen, Gott dabei aber außer Acht lassen, werden wir unsere Seele einbüßen. (Matthäus 16:25-26).


Zusammenfassung

Bedeutung des Abendmahls

Das Brot steht für Jesu Leib. Er gab sein vollkommenes Leben für uns als ein Lösegeld. Durch diesen Bund können wir für immer leben.

Der Wein steht für Jesu Blut. Und der 1. Becher für den Neuen Bund.
Durch diesen Bund ist es möglich von der Sünde befreit zu werden. Der Bund wird durch Jesu Blut rechtskräftig.

Der 2. Becher steht für den Königreichsbund. Durch Jesu Blut wird auch dieser Bund rechtskräftig. Gott beruft Menschen zu seinem Himmlischen Königreich.

Durch die Abendmahlsfeier wird ein öffentliches Zeugnis der Liebe Gottes gegeben. Wir werden ermuntert weiterhin den christlichen Lebensweg zu gehen.